Lehrer werden - Link auf die Startseite
Lehrer werden · Lehramtsstudium · Lehrämter · Reform der Lehrerausbildung

Reform der Lehrerausbildung

Gegenwärtig gibt es in allen Ländern Bemühungen um eine Reform der Lehrerausbildung für alle Schularten. Mit landesspezifischer Akzentsetzung konzentrieren sich die Länder unter anderem auf folgende Maßnahmen zur Reform der Lehrerbildung:
  • eine stärkere Praxisorientierung während der Ausbildung
  • die Intensivierung der Bezüge zwischen den einzelnen Ausbildungsphasen
  • die besondere Bedeutung der sogenannten Berufseingangsphase
  • die Einführung studienbegleitender Prüfungen
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Lehrertätigkeit im Hinblick auf diagnostische und methodische Kompetenz

Bei der Neustrukturierung der Lehrerbildung soll die mit der Novelle des Hochschulrahmengesetzes (HRG – R105) 1998 in Deutschland eingeführte gestufte Studienstruktur mit Bachelor- und Masterabschlüssen (BA/MA) Berücksichtigung finden.

Bachelor- und Masterabschlüsse in der Lehrerbildung

Im Juni 2005 hat die Kultusministerkonferenz Eckpunkte für die gegenseitige Anerkennung von Bachelor- und Masterabschlüssen in Studiengängen, mit denen die Bildungsvoraussetzungen für ein Lehramt vermittelt werden verabschiedet. Demnach werden Studiengänge, die Bachelor- und Masterstrukturen in der Lehrerbildung vorsehen, akzeptiert und ihre Abschlüsse anerkannt, wenn sie folgenden Vorgaben entsprechen:

  • integratives Studium an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen von mindestens zwei Fachwissenschaften und von Bildungswissenschaften in der Bachelorphase sowie in der Masterphase (Ausnahmen können die Länder bei den Fächern Kunst und Musik vorsehen)
  • schulpraktische Studien bereits während des Bachelor-Studiums
  • keine Verlängerung der bisherigen Regelstudienzeiten (ohne Praxisanteile)
  • Differenzierung des Studiums und der Abschlüsse nach Lehrämtern

Eine entsprechende Ergänzung der ländergemeinsamen Strukturvorgaben für die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen wurde 2005 von der Kultusministerkonferenz erarbeitet. Demnach lauten die Abschlussbezeichnungen für Bachelor- und Masterstudiengänge, die die Voraussetzungen für ein Lehramt vermitteln:

  • Bachelor of Education (B.Ed.)
  • Master of Education (M.Ed.)

Die Entscheidung, ob die bisherige Studienstruktur mit dem Abschluss Staatsexamen erhalten bleibt oder ob eine Überführung in die gestufte Studienstruktur erfolgt, liegt bei den Ländern. In mehreren Ländern wurden gestufte Studienstrukturen in der Lehrerbildung bereits eingeführt. Die Abschlüsse dieser neuen Studiengänge in der Lehrerbildung werden von den Ländern gegenseitig anerkannt, sofern sie den von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Standards entsprechen.
Im April 2006 hat die Kultusministerkonferenz beschlossen, dass Studien- und Prüfungsleistungen, die an Fachhochschulen erbracht worden sind, auf Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen angerechnet werden können, mit denen die Bildungsvoraussetzungen für ein Lehramt der Sekundarstufe II in beruflichen Fächern oder für die beruflichen Schulen vermittelt werden.
(Quelle: Kultusministerkonferenz: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland)

externer Link Reform der Lehrerbildung in den einzelnen Bundesländern, Stand: Januar 2008

Die Uni München hat eine aktuelle Übersicht (Januar 08) erstellt über den Stand der Reform der Lehrerbildung bezüglich der Einführung von Bachelor- und Masterstrukturen in den einzelnen Bundesländern. 

  nach oben

DBS Online-Suche


 

Lehrer werden

Fragen und Antworten
zur Lehrerausbildung


 

Social Bookmarking für Lehrkräfte




zurück zur vorherigen Seite